Apps für iPhones und Android Smartphones
10
April
von Sandra
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Die ganze Welt hat sich letzte Woche über Facebook aufgeregt – dabei wird aber eines vergessen – Facebook ist nur die Spitze des Eisberges.

Wer das Internet mit einem Android – Handy oder einem iPhone benutzt, hat sich im Regelfall auch mit vielen Apps aus den Stores von Apple oder Google bedient. Die wenigsten Nutzer achten jedoch darauf, welche Rechte die Apps bei der Installation verlangen. Warum sollte eine App zum Lesen von E-Books Zugriff auf eure Kontakte haben? Oder die Taschenlampe App gleichzeitig Zugriff auf allfällige Messengerdienste benötigen oder gar Geotargeting? Um den Messenger zu beleuchten oder den Ort, an dem ihr gerade Urlaub macht?

Im letzten Fall kann man euch schön Werbung von der nächsten Boutique oder der nächsten Disco aufspielen. Muss nichts schlechtes sein – aber dafür habt ihr die App nicht runter geladen!

Vor allem Apps für Android verlangen Rechte, die oft in keinem Zusammenhang mit deren Funktionen stehen. Dabei gilt eine einfache Regel – es gibt keinen kostenlosen Käse. Apps, die kostenlos sind, haben in der Realität trotzdem Entwicklungsgelder gekostet. Ein Designer hat sich um die Optik Gedanken gemacht, ein Texter die Texte entworfen und ein Programmierer die entsprechenden Codes programmiert. Selbst wenn die App von einem Teenager zum Spaß von A bis Z selber entworfen wurde, dafür wurde Zeit aufgewendet. Und nun soll diese App kostenlos sein? Viele Apps monetarisieren sich entweder durch Werbung oder durch Abgreifen von Daten! Der Kunde zahlt in den meisten Fällen sehr wohl, wenn nicht mit Geld, dann mit seinen Daten.

Zuerst lesen, dann laden

Dabei wäre es relativ einfach – bevor man die App installiert, muss man den Rechten zustimmen und hier gilt – nicht einfach Ok klicken, sondern sich überlegen, ob es wirklich Ok ist! Wem seine Daten egal sind, der braucht sich damit natürlich nicht zu befassen, wer aber seine Privatsphäre hochhalten will, sollte sich überlegen, ob er nicht eine andere App mit gleicher Funktion, aber nicht für „um e“ oder mit weniger Rechteanforderungen nehmen will. Zuerst lesen, dann laden!

Bei iPhones scheint es etwas einfacher zu sein. Apps, die zu viele Rechte einfordern, kommen oft einfach nicht in den Shop. Allerdings nicht, weil Apple so nett zu seinen Kunden ist, sondern weil Apple die Kundendaten selber will.

Google kann es sportlicher sehen, die kommen sowieso an alle Daten seiner Nutzer ran und sei es nur, weil – außer Nokia – kein einziger Smartphonehersteller ein sauberes Android ohne zweifelhafte Apps anbietet. Das neue Nokia 3, 5, 6 und 8 bieten Androidhandys ohne App-Schmus, was man drauf haben will, entscheidet der Inhaber und nicht Nokia.

Facebook ist nicht der Bösewicht aller Bösewichte – auch Facebook hatte schon immer Einstellungen, die die Weitergabe von Daten unterbanden. Nur die Leute möchten es simpel haben und sich nicht mit Einstellungen aufhalten. Viele wollen sich halt auch keine Gedanken darüber machen, dass auch Spiele und Funktionen Geld kosten und wenn es kostenlos ist, es trotzdem bezahlt werden muss.

Geiz ist nicht geil! Niemand braucht über andere mehr zu wissen, als man auch auf dem Marktplatz im Dorf erzählen würde. Niemand würde an einem Samstagmorgen im Dorf seine gesamte Freundesliste inklusive Telefonnummern rezitieren oder rum schreien, dass er sich ein neues Sofa kaufen will. Gegen das Sofa gibt es den privaten Modus im Browser und AdBlogger, gegen alles andere zwei Minuten Aufmerksamkeit vor dem Installieren und ein wenig Logik.

Bei all dem, sollte man dann auch die Antivirensoftware nicht vergessen!

Und wenn schon alles zu spät ist – Vielcom macht auch Softwareupdates bei Smartphones und entfernt Viren und Trojaner von iPhones und Handys! Entweder in Berlin in einem unserer Shops oder unseren Service Centren in ganz Deutschland und natürlich per Post! Einfach das Gerät einschicken und wir sagen euch, was die Reparatur kosten wird.

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